Vorschnell wurde der Fall der Berliner Mauer 1989 als Sieg über den Kommunismus gefeiert. Wer sourteilte, hat das strategische Potenzial der linken Geister weit unterschätzt. Der Marxismus mag 1989 eine Schlacht verloren haben, aber nicht den Krieg. Im Gegenteil. Ein Blick hinter die Kulissen der heutigen Gesellschaft beweist, dass die 68er mit ihrem populären Marxismus die westlichen Nationen weitgehend erobert haben.
Wer seinen Feind bekämpfen und besiegen will, muss ihn möglichst gut kennen. Nehmen wir also den 40. Geburtstag der 68er Bewegung erneut zum Anlass, den marxistischen Feind zu analysieren.
Karl Marx (1818-1883) träumte den grossen kommunistischen Traum: das von allen Zwängen und Einschränkungen befreite Individuum in einer klassenlosen Gesellschaft. Um dieses Paradies zu erreichen, sollte das Proletariat (Lohnabhängige, landlose Bauern) zuvor die bürgerliche Gesellschaft zerstören: Die Besitzenden sollten beraubt und das Privateigentum abgeschafft werden.Die Familie als Brutzelle der bürgerlichen Gesellschaft galt es, aufzulösen. Alle Religion, das Opium des Volkes, musste vom Erdboden verschwinden. Schliesslich würden alle staatliche Strukturen hinfällig werden, da die kommunistisch befreiten Menschen selbstverantwortlich und harmonisch miteinander leben würden.
Solches steht nicht etwa bei den Gebrüdern Grimm, sondern beim einflussreichsten Politphilosophen der Neuzeit.
Der Massenmörder und die Olympiaflagge
Die Verwirklichung der marxistischen Ideen war weniger märchenhaft. Lenin, Stalin, Mao und Pol Pot langten kräftig zu und pflasterten den Weg zu ihren «Paradiesen» mit gegen 100 Millionen Totenköpfen. Laut Schwarzbuch des Kommunismus ist Genosse Mao Tabellenführer mit 65 Millionen Toten. Das hindert das chinesische Regime keineswegs daran, die Portraits des milde lächelnden Massenmörders auch heute noch vor aller Welt aufzuhängen. Stellen Sie sich vor, Angela Merkel würde sich unter einem Bild Adolfs ablichten lassen. Sie wäre keine Stunde länger Bundeskanzlerin. Aber in Peking und Moskau ticken die Uhren anders… was die westlichen Medien meist geflissentlich übersehen.
Neue Linke als Nährboden der 68er
Angesichts der totalitären Entgleisungen nahmen sich die gescheiten Herren der Frankfurter Schule (Horkheimer, Adorno, Marcuse) in den 1930-er Jahren die Freiheit, ihren Übervater Marx neu zu interpretieren. Sie wollten einen humanen Marxismus, der den Wert des Individuums achtet. So distanzierten sie sich von der Alten Linken und begründeten den Neomarxismus. Führend in dieser Neuen Linken war der spätere 68er-Protagonist Herbert Marcuse (1898-1979). Er hatte keine Lust, eine altlinke Nullnummer zu sein. So zimmerte er aus Marx und der Sexuallehre Sigmund Freuds einen populären Wohlfühl-Marxismus.
Natürlich rief Marcuse seine Jünger dazu auf, die bürgerliche Gesellschaft zu überwinden. An ihrer Stelle sollte eine spielerische, erotisierte, konsumfreudige Anarchie errichtet werden. Sexuell zügellose, drogen-konsumierende Hippies galten ihm als die wahren Revolutionäre der neuen Zeit. Die «68er-Heilslehre» war ausformuliert.
Kein Wunder elektrisierten Marcuses Bücher Massen von europäischen und amerikanischen Studenten. Und so wurde der alte Mann zu einem Star der 68er-Bewegung. Seine Bücher, seine Auftritte, seine Artikel und Interviews begeisterten die revoltierende Jugend. Mit Jean-Paul Sartre (1905-1980) und Simone de Beauvoir (1908-1986) bildete Marcuse eine international höchst einflussreiche Dreierbande. In diesen drei Personen fokussierte und multiplizierte sich das marxistische Potenzial der 68er-Bewegung. Sie lebten und propagierten, was seither massenhaft befolgt wird:
Es kann nicht deutlich genug gesagt werden: 68er sind grundsätzlich Marxisten. Sie haben Hammer und Sichel feinsäuberlich ins Aktenköfferchen gepackt, um bei ihrem Gang durch die Institutionen nicht aufzufallen. Doch wenn immer sich Gelegenheiten bieten, zücken sie ihre Waffen, um ihre Vision zu verwirklichen. Sie hassen die Familie, die Besitzenden und die Religion. Und, wie Marx im Grab, werden sie nicht eher ruhen, bis sie ihr Ziel erreicht haben.
Nivellierung als soziale Nuklearwaffe
Das grosse Ziel der Linken ist die Nivellierung der Gesellschaft. Die Zerstörung aller Unterschiede und Klassen. Hass auf die Eliten ist ein Grundwert des Marxismus. Enteignungen und Exekutionen von Lehrern, Ärzten, Künstlern, Aristokraten, Grundbesitzern und Geschäftsleuten ist seit eh die logische Folge.
Altlinks nivelliert von oben. Was der Parteiführung missfällt, wird eliminiert. Denken Sie an die slawische Kunst, die im 18. und 19. Jahrhundert eine Fülle von Meisterwerken in Literatur und Musik vorlegte. Unvergessliche Namen wie Tolstoi, Dostojewski, Tschaikowski, Liszt, Mussorgski u.v.a.m.. Lenin und Stalin ermordeten diese Kunst und ersetzten sie durch geklotzte Fabrikate, welche die Partei und ihre Führer verherrlichen sollten. Der elitär begabte Künstler wich dem «tumben Hämmerer» und dem disharmonischen Chaotiker.
Die 68er nivellieren von unten. Sie exekutieren nicht und schicken noch niemanden nach Sibirien. Im Sinne der Gleichberechtigung sprechen sie einfach jedem das Recht zu, Künstler zu sein. Er muss nur auf die Bühne stehen, die Hosen runterlassen und gekonnt auf das Bild eines bürgerlichen Politikers pissen, schon wird er in den Olymp der Kunstschaffenden erhoben. Andere besudeln Leinwände gemäss Chaostheorie, arrangieren etwas Abfall oder führen in staats-finanzierten Theatern Sex-Castings durch. An die Stelle des altlinken Hämmerers tritt hier der neulinke, oft schweinische Dilettant. Doch erreichen beide marxistischen Systeme dasselbe Ziel: die Ächtung des traditionellen Kunstbegriffs und die Zerstörung ausserordentlicher Begabung und Leistung.
Leider konnten die 68er die Nivellierung unserer Gesellschaft schon weit vorantreiben. Überaus gekonnt operieren sie auch heute noch mit ihrer sozialen „Nuklearwaffe“, um die Fundamente der bürgerlichen Gesellschaft zu zertrümmern.
Zerstörung von Eigentum und Volkswirtschaft
Wer kreativ, fleissig und sparsam ist, kann sich in einer guten bürgerlichen Gesellschaft Eigentum erwerben. Durch den Einsatz der Fleissigen gedeiht die Volkswirtschaft. Ein schlanker Staat erhebt tiefe Steuern, garantiert öffentliche Strukturen und unterstützt die Schwachen. Faulpelze und rebellische Nichtsnutze werden geächtet und an den Rand der Gesellschaft gedrängt.
Solches ist der Linken ein Gräuel. Kommunismus bedeutet: ‚Allen gehört alles. Also gehört alles mir!’ Altlinks plündert mit Gewalt von oben. Die Partei enteignet, gulagisiert, exekutiert. 68er machen auf Neulinks und plündern von unten. Nur schon die Unterscheidung in Leistungswillige und Faulenzer gilt als illegitim bis rassistisch. Schmarotzer werden auf eine Stufe mit tatsächlich Notleidenden gestellt. Und der Raubzug der Sozialämter auf das Eigentum der produzierenden und besitzenden Klasse kann beginnen.
Die Zürcher Sozialdirektorin Monika Stocker, eine überzeugte 68erin, hatte jahrelang einen Heidenspass daran, den Reichen das Geld abzuzapfen und es den vielen «Notleidenden» zu verteilen. So wächst das Heer der staatlichen Pensionäre und die Umverteilungs-Bürokratie wuchert karzinogen vor sich hin.
Auch mit ihrer Drogenpolitik treiben die Linksliberalen die Schwächung der Volkswirtschaft voran. Die regelmässige Einnahme von sogenannt weichen Drogen macht dumm und faul. Oft auch psychisch krank. Das ist den 68ern egal. Sex, Drugs and Rock’n’Roll pulsiert in ihren Genen. Die Mitte-links Parteien versuchen gerade, die Entkriminalisierung des Haschisch-Konsums durchzusetzen. Nach den Faulpelzen und Widerspenstigen soll nun auch die Klasse der lethargischen THC-Hänger legitimiert werden. Der Zustrom auf die Sozialämter wird weiter wachsen.. denn der Joint am Vorabend war so megageil, dass XY am Morgen nicht zur Arbeit gehen konnte! Die weitere Karriere lautet dann bei vielen: Entlassung – ALV – Ausgesteuert - IV.
Bisher war unsere Volkswirtschaft stabil genug, die rabiaten Beutezüge zu bezahlen. Wie lange wird das noch gelingen? Die Linke jedenfalls bereitet schon ihren nächsten Angriff vor: sie will ein garantiertes Grundeinkommen für alle. Dann müssen Schmarotzer und Hänger nicht mehr zum Sozialamt pilgern. Nein, nein. Dann kommt das Geld automatisch aufs Konto unserer «verantwortlichen Mitbürger».
Abgrundtiefer Hass auf die Familie
Die 68er-Ikonen Sartre & Beauvoir werden noch immer als Jahrhundertpaar gefeiert. Klar doch! Schliesslich waren sie es, die die europäischen Massen mit dem marxistischen Hass auf die bürgerliche Kleinfamilie infiltrierten.
Suchtmensch Sartre konsumierte Rauschmittel und Frauen am Laufmeter. Um Liebe ging’s längst nicht mehr, denn der grosse Meister dozierte: «Die Hölle, das sind die andern». Auch Beauvoir hatte mehrere, unglücklich verlaufende Affären. Ein werdendes Kind liess sie abtreiben und bekannte sich in der Weltpresse zu dieser «vorbildlichen» Tat. Sie votierte für Homosexualität als gelingendes Lebensmodell und konnte auch an Marquis de Sade noch gute Seiten finden.
Kommunisten hassen die Familie. Sie verabscheuen die Ausschliesslichkeit der Beziehungen zwischen Ehemann und Ehefrau. Zwischen Eltern und Kindern. Sie verachten das Ideal gelingender, lebenslanger Liebe. Kurz nach der Russischen Revolution versuchte Altlinks die Familie abzuschaffen, indem man Männer und Frauen in die Kommunen zwang und Kinder in staatliche Institutionen. Der Versuch scheiterte.
Neulinks wählte wie gesagt den «spielerischen» Weg. Die 68er erhoben Sex und Fun zum höchsten Prinzip. Der traditionelle Familienbegriff ‚Vater-Mutter-Kind’ wurde beerdigt, indem man laufend neue Modelle der Familie gleichstellte: das Konkubinat, die Ein-Eltern-Familie, die Patchwork-Familie, die Homo-Familie (in der Schweiz noch nicht anerkannt, da die Homolobby das Recht auf Adoption noch nicht durchgesetzt hat). Sicherlich folgt dann noch die Tier-Familie mit dem treuen Hundchen oder der anhänglichen Zimmerschlange!
Der nivellierte Familien-Begriff fördert die Fragmentierung und Vereinsamung der Gesellschaft. Logisch: Marxismus ist Materialismus. Das werdende Kind im Mutterleib gilt als Gewebe, das jederzeit entsorgt werden kann. Nach der Geburt wird die ‚Sache Kind’ flugs in Krippen, später in Horte verschoben, um den sich verflüchtigenden Eltern genügend Raum zu Selbstverwirklichung zu gewähren. Just haben unsere Erziehungsdirektoren entschieden, das Kind ab 4-jährig in den Schulblock zu zwingen. Stur hämmern die Alt-68er an den Hebeln der Macht ihre marxistische Melodie. System ist System!
Atheismus – kurz vor dem Endsieg?
Zum Schluss noch ein Blick auf die Religion. Auch hier wieder dasselbe Trauerspiel. Altlinks knüppelte die Gläubigen nieder. Zündete ihre Kirchen an. Verbannte sie ins Lager und exekutierte millionenfach Priester und Kirchenvolk. Vergeblich! Die Kirche lebt.
Neulinks macht auf cool und nivelliert grosszügig. Alles ist möglich. Alles ist legitim. Alles ist wahr. Ist doch egal, ob Du Atheist, Freimaurer oder Moslem bist. Jedem das seine. Hexerei ist gleichwertig mit Buddhismus. Schamanen und Christen sehen nur verschiedene Aspekte derselben Wahrheit.
Jede religiöse Haltung ist in der neomarxistischen Gesellschaft erlaubt, ausser die Ausschliesslichkeit. Wehe, jemand glaubt an ewige, unveränderliche Werte und stellt eine Religion über die anderen. Da hört der Spass auf. Schnellstens brandmarkt die vereinigte Linke solch Rückständige als Fundamentalisten. Neomarx wird alles daran setzen, dass religiöse Führer keinen öffentlichen Einfluss mehr erreichen. Denn, ‚tief im Innern weiss doch jeder mit Feuerbach, dass dies alles nur Lügengeschichten sind!’
68er Neomarxistenhassen die Familie, die Besitzenden und die Religion. Sie werden nicht eher ruhen, bisdie Fundamente der bürgerlichen Gesellschaft zerstört sind. Wie lange wollenwir uns das noch gefallen lassen?