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Wir stecken mitten in einem Kulturkampf. Das ist nichts Aussgewöhnliches. Immer prallen Weltbilder aufeinander und ringen um Vorherrschaft. Viele meinen, der zeitgenössische Kampf der Kulturen auf europäischem Boden spiele sich primär zwischen dem Islam und dem säkularen westlichen Gesellschaftsmodell ab. Das mag in naher oder ferner Zukunft geschehen. Unsere Tage jedoch werden bestimmt vom Widerstreit zwischen dem Humanismus und dem Christentum. Und es scheint, der Humanismus habe die weit besseren Karten.

'Der Mensch ist das Mass aller Dinge!' So hatte bereits Protagoras (490 - 411 v.Chr.) die zentrale Forderung des antiken Humanismus formuliert. Der Mensch gilt den humanistischen Philosophen als vernünftig und gut. Er bedürfe keiner religiösen Richtlinien, um ein gutes Leben und eine gerechte Gesellschaft aufzubauen. Die Forderung nach autonomer Selbstverwirklichung ist so alt wie die Menschheit.

Nach der Aufklärung und einer Anzahl Revolutionen (französische, kommunistische) waren es die neulinken 68er, die das Bild des autonomen Menschen neu auf den gesellschaftlichen Sockel stellten. Die Massen wurden geködert mit dem Versprechen von unendlich gefühlsbetontem und anarchischem Konsum. Gerade bei den Richtlinien zur Sexualität zeigt sich der erwähnte Kulturkampf überdeutlich. Die biblischen Richtlinien definieren Sex als berauschenden Teil einer gelingenden, treuen Partnerschaft zwischen Mann und Frau. Sex vor und ausserhalb der Ehe werden abgelehnt.

Vehement bestreitet die autonome LGBT-Lobby (LesboGayBiTranssex) die Gültigkeit der jüdisch-christlichen Moral. An ihre Stelle fordern die sexuellen Revolutionäre die absolute Freiheit des Individuums, sich jederzeit mit Partnern und Sexgespiel/-innen jeglichen Geschlechts zu paaren. Und, falls jemand das Gefühl hat, im falschen Körper zu stecken, wird das Menschenrecht auf Geschlechtsumwandlung eingefordert. Auf Kosten der Krankenkasse wohlverstanden!

Wir wollen die Geschichten, die zu solchen Verirrungen führten, keineswegs schönreden. Defizitäre Beziehungen im familiären Umfeld, sexuelle Missbräuche und Vergewaltigungen führen sehr oft dazu, dass Männer und Frauen bei der sexuellen Selbstfindung aus dem Gleis geraten. Diese Identitätskrisen sind oft sehr schmerzhaft. Betroffenen, die seelsorgliche oder psychologische Hilfe suchen, ist es zu wünschen, dass sie kompetente und einfühlsame Berater finden. Die moderne Sexualwissenschaft geht davon aus, dass die Geschichte der individuellen Sexualität lebenslang nicht abgeschlossen ist. Veränderungen hin zu traditioneller Sexualität sind somit möglich und zur Genüge belegt. Wer das Geheimnis von anhaltender Liebe finden will, wird es entdecken und die Möglichkeit erhalten, es umzusetzen.

Den stereotypen und penetranten Beschwörungen der LGBT-Lobby kann somit nur mit aller Deutlichkeit wiedersprochen werden. Stur hämmern sie ihrer Klientel ein, sie seien so geboren, sie sollten so leben und sie würden so sterben. Das ist unreflektierte, bisweilen auch boswillige Verdrehung der Tatsachen, der die Familienlobby Schweiz mit offensiver PR entgegentritt. Die Öffentlichkeit soll Kenntnis darüber haben, wohin die sexuell deregulierte Lebensweis führt.

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