100'000 Besucher werden zur Parade der Euro Pride 2009 erwartet! So verbreiteten ‚Tages-Anzeiger’ und ‚Blick am Abend’ die Prognosen des Euro Pride-OK noch einen Tag vor der Parade am Samstag 6. Juni 09.
Längst ist die Euro Pride Geschichte. 15'000 - 20'000 Parade-Teilnehmer hatte die Stadtpolizei gezählt.Die Organisatoren sprachen von 50'000 (!) mit ebenso vielen am Strassenrand. Auch zum Schluss der Euro Pride also wieder dasselbe Verhalten. Das Euro Pride-OK tut alles, um Realitäten gemäss seinen eigenen Vorstellungen zudefinieren.
Kampf der Elemente
Der Tages-Anzeiger hatte wiederholt darüber berichtet, dass Christen für eine Verhinderung der EuroPride-Parade durch Regen beten. Natürlich brach die Menge in Jubel aus, als kurz vor Start des Umzugs die Sonne durch die Regenwolken hervor brach. Schon wähnte man sich im Sieg. Der entzückte Tross setzte sich im Schatten des Ostwindes mit lauter Musik in Bewegung. Kurz vor fünf siegte dann aber der Westwind. Druck- und Gegendruck hatten eine riesige Wolkenwand aufgebaut, die sich mit Blitzen, Donner und heftigstem Regen im Zürcher Stadtzentrum entlud.
Trotzdem lobte derTages-Anzeiger das Gelingen der Euro Pride-Parade in höchsten Tönen (TA08.06.09, S. 11). In Sachen Wetter berichtete Journalist Nussbaumer von ‚gleissendem Sonnenschein’ der später von ‚schwarzen Wolken’ abgelöst worden sei. Das Gewitter wird tunlichst verschwiegen. Dass ein anderer Journalist auf S. 20 derselben TA-Ausgabe darüber berichtet, dass der Regen mit voller Wucht das grösste Zürcher Openair-Konzert auf der Stolze-Wiese zum Erliegen brachte, verdriesst die Chefredaktion offenbar nicht. Noch deutlicher schrieb der Journalist Daniel Ammann in der Quartierzeitung Zürich Nord über das Open-Air: „Das brachial hereinbrechende Gewitter fegt die Wiese am späten Nachmittag in kürzester Zeit leer, sämtliche Anwesenden flüchten in die weissen Zelte links und rechts am Wiesenrand.“ (ZN 11.06.09; S. 5)
Hat sich der Einsatz gelohnt?
Für uns als Lobby machte es Sinn, Gott um das sichtbare Zeichen des Gewitters zu bitten. Wir hatten uns lange und intensiv bemüht, in die öffentliche Diskussion des Themas Homosexualität einzugreifen. Doch die Mainstream-Medien mauerten wie eh und je. Kein grosses Medium hat eine ausführliche Diskussion über die fatalen Spätfolgen der Homosexualität zugelassen. Ganz im Gegenteil. Sie taten alles, um das Image des gelingenden LesboGayBiTranssex-Lebens abzufeiern. Um dieses eiserne Schweigen zu durchbrechen, haben wir Gott um ein Zeichen gebeten. Zwar haben wir unser Ziel, die ganze Parade zu verhindern, auch nicht erreicht. Doch sind wir sicher, dass viele der Teilnehmer von der Heftigkeit des Gewitters überrascht waren und zumindest einige den ’Wink von oben’ verstanden.
Wer initiierte den Hype?
Auch sind wir überzeugt, dass die Euro Pride nie den PR-Erfolg landen konnte, den sich die Organisatoren gewünscht hatten. Man kann eben auch mit massiver Begünstigung durchBehörden und Medien keinen Erfolg garantieren. Die Zürcher Massenpresse hat von Anfang an das Wunschziel der Organisatoren kolportiert. 80 - 100'000 Besucher waren der Euro Pride prophezeit worden (NZZ 11.10.06; Tages-Anzeiger 09.01.08). Offenbar liessen sich Politiker und Sponsoren von den grossen Prognosen überzeugen. Beim ehemaligen Stadtpräsidenten, Dr. Elmar Ledergerber SP, stiess das Pride-OK auf grosses Wohlwollen. Für das bevorstehende Stadtfest wurde der Euro Pride das Stadtzentrum mit Stadthausanlage und Münsterhof gegeben. Das Limmatquai wurde beflaggt. Der Markt auf den Bürkliplatz musste trotz Einkommenseinbussen für die Marktfahrer auf den Donnerstag verschoben werden. Natürlich wird auch die Bahnhofstrasse für die Parade gesperrt. So können zufällig anwesende Passanten zu den Besuchern gezählt werden.
Rosa Filz sponsert öffentliche Gelder
Doch die Behörden begünstigten die Euro Pride nicht nur logistisch. Zürich Tourismus, dessen neuer Präsident inzwischen Elmar Ledergeber heisst, butterte 100'000 Franken in die internationale Werbung für den Anlass. Wie viel Steuergeld ‚Schweiz Tourismus’ in die Werbung investiert hat, ist bisher nicht bekannt. Da gibt’s viel rosa Filz im Hintergrund. NZZ-Journalist Kuno Gurtner hatte jedenfalls grösste Mühe herauszufinden, welchen Betrag der kantonale Lotteriefonds der Euro Pride-Kasse zufliessen liess (NZZ 16.05.09). Der Fonds, welcher der kantonalen Finanzdirektion untersteht, gab sich alle Mühe, der Öffentlichkeit die 100'000 Franken zu verheimlichen, die der Euro Pride zugesprochen wurden.
Nun, das tendenziöse Gemauschel hat nichts genützt. Ob die involvierten Politiker und Redaktoren ihre Lehren aus der Geschichte ziehenwollen, ist anzuzweifeln. Vielleicht sind die Sponsoren da mutiger?
Wie geht's weiter?
Die Familienlobby wird sich nicht aufs Altenteil zurück ziehen, weil die Euro Pride vorüber ist. Wir werden die Aktivitäten der LGBT-Lobby weiterhin aufmerksam verfolgen. Speziell deren Aktivitäten an Schulen und in Jugendgruppen werden wir unter sich verstärkender Kontrolle halten. Wie fair der so genannte "Aufklärungsunterricht" an Schulen läuft, ist hinlänglich bekannt. Wenn Lehrer vor versammelter Klasse mit Banane und Kondomen hantieren, werden Kinder und Jugendliche bewusst gestört, emotional verletzt und auf falsche Bahnen geführt. Dass sie nun zusätzlich möglichst früh lernen sollen, das LGBT ganz o.k. sei und Analsex und Geschlechtsumwandlungen einem Menschenrecht entsprächen, können wir nicht hinnehmen. Wir werden uns darum vehement gegen die weitere Destabilisierung unserer Gesellschaft wehren.